Sicherheit Mangelware
Umfrage zum Arbeitsschutz in der Schweiz

Kriens
, 11.06.2018

Arbeitsschutz oder Sicherheitsmängel: Wie sieht es im Berufsalltag von Schweissern, Strassenbauern, Lagerarbeitern oder Elektrikern aus? Das wollte CWS-boco herausfinden und befragte in mehreren europäischen Ländern über 1‘000 Arbeitnehmer. Das Ergebnis zeigt: Es bestehen erhebliche Sicherheitsrisiken an Schweizer Arbeitsplätzen, da viele Mitarbeiter aus Bequemlichkeit Kompromisse beim Thema Sicherheit eingehen und Unternehmen, laut Befragten, Produktivität über Sicherheit stellen.

 

Die grössten Risikofaktoren in der Schweiz:

  • 69 Prozent der Befragten gehen Kompromisse bei ihrer Sicherheit am Arbeitsplatz ein.
  • 45 Prozent der Arbeitnehmer lassen auch mal notwendige Teile ihrer Schutzausrüstung weg.
  • Ältere Arbeitnehmer nehmen Arbeitsschutz ernster als jüngere.
  • 47 Prozent finden, dass in ihrem Unternehmen Produktivität über Sicherheit steht.
  • Nur 55 Prozent geben hingegen an, dass die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften an ihrem Arbeitsplatz regelmässig kontrolliert wird.
  • 58 Prozent müssen ihre Berufskleidung selbst waschen, was potentielle Risiken birgt.

Besonders besorgniserregend: Diese Zahlen betreffen ausschliesslich Mitarbeiter mit Tätigkeiten, bei denen Arbeitsschutz eine wichtige Rolle spielt.

Gefährliche Bequemlichkeit

Fast die Hälfte der befragten Schweizer Arbeitnehmer geht unbedarft mit ihrer Sicherheit um: 45 Prozent der Schweizer lassen mal Schutzbrille, Handschuhe oder Helm weg. Bequem, aber gefährlich. Dabei ist die Schweiz sogar Spitzenreiter.

Je jünger, desto leichtsinniger: Die Hälfte der Befragten zwischen 20 und 29 Jahren verzichtet ab und zu auf Teile ihrer Schutzausrüstung, bei den 50 bis 60-Jährigen sinkt die Zahl auf ein Drittel.

Nur bei 55 Prozent der Befragten wird regelmässig kontrolliert, ob die Sicherheitsvorschriften am Arbeitsplatz auch wirklich eingehalten werden. Nur erschreckende 31 Prozent der Arbeitnehmer hält sich ausnahmslos an die Vorschriften, 69 Prozent gefährden ihre Sicherheit und womöglich auch die anderer, in dem sie Kompromisse bei ihrer Sicherheit am Arbeitsplatz eingehen.

Sicherheitsrisiko Waschen

Eine Professionelle Schutzkleidung (PSA) ist bei vielen Berufen wie Schweissern, Elektriker, im Bauhandwerk oder auch bei Lagerarbeitern Vorschrift. Ganze 58 Prozent der Schweizer Befragten, in Deutschland sogar 63 Prozent, müssen ihre Berufskleidung jedoch selbst waschen. Mitarbeiter werden somit mit der Pflege ihrer Kleidung alleine gelassen. Dies stellt bei Schutzkleidung ein Sicherheitsrisiko dar.

So kann beispielsweise Hitze- und Flammschutzkleidung nach dem Waschen mit Weichspüler entzündbar sein. Auch die Leuchtkraft der Reflektoren von Warnschutzkleidung geht bei nicht sachgemässem Waschen früher verloren und kann nicht fachgerecht kontrolliert werden. Ein Sicherheitsrisiko, denn die schützenden Materialien nehmen Schaden, wenn die professionelle Pflege fehlt. «Die richtige Ausrüstung und deren Pflege sollte nur in professionelle Hände gegeben werden. Dies betrifft vor allem die Kontrolle und Instandhaltung der Schutzfunktionen der Kleidung», erklärt Amela Hadzic, Produktmanagerin bei CWS-boco.

Fehlentscheidung Arbeitseinsatz

44 Prozent der Mitarbeiter sagen zudem aus, ihr Chef habe ihnen Anweisungen für Tätigkeiten gegeben, von denen sie wussten, dass sie nicht sicher seien. Überhaupt denken 47 Prozent der Arbeitnehmer, Produktivität ginge in ihrem Unternehmen vor Sicherheit.

Trotzdem fühlt sich der Grossteil der Beschäftigten am Arbeitsplatz sicher (90 Prozent) – ein Trugschluss, wenn sich Mängel einschleichen. Und die Beschwerderate, so hat die Umfrage ergeben, ist gering (Durchschnitt: 27 Prozent), mit 22 Prozent am niedrigsten in der Schweiz.

Umfrage

Im Juli 2017 führte net-request im Auftrag von CWS-boco, einem führenden Anbieter von Berufskleidung im Mietservice, eine internationale Arbeitsschutz-Umfrage durch. Online wurden 1‘000 Arbeitnehmer zwischen 20 und 60 Jahren in der Schweiz, Deutschland, Belgien und Polen befragt. Sie alle arbeiten in Tätigkeitsfeldern, in denen Arbeitsschutz eine bedeutende Rolle spielt. Die vollständigen Umfrageergebnisse unter: https://www.cws-boco.com/de-DE/alle-umfragen

 

CWS-boco bietet einen Full-Service für Schutzkleidung, der neben der professionellen Pflege auch die regelmässige Kontrolle und Instandhaltung der Schutzfunktionen beinhaltet.

 

Über CWS-boco Suisse SA

Die CWS-boco Suisse SA ist ein führender Anbieter von professionellen Textil-Services und Waschraumhygienelösungen. Dazu gehören die bekannten CWS Handtuch-, Seifen-, Duftspender und Schmutzfangmatten sowie Berufs- und Schutzkleidung von boco. Alle Leistungen werden im flexiblen Mietservice angeboten.

CWS-boco Suisse ist eine von 16 Landesgesellschaften der CWS-boco Gruppe. Diese schloss sich im Juni 2017 mit Initial zu einem Joint Venture in Zentraleuropa zusammen. Das Unternehmen beschäftigt rund 10.800 Mitarbeiter. An dem neuen Gemeinschaftsunternehmen hält die Franz Haniel & Cie. GmbH 82 Prozent und Rentokil Initial plc 18 Prozent. Weitere Informationen unter: www.cws-boco.ch

Pressekontakt

Amela Hadzic
CWS-boco Suisse SA
Nidfeldstrasse 1
6010 Kriens
Marta Iza de la Torre
HOSCHKE & CONSORTEN Public Relations GmbH
Heimhuder Straße 56
D-20148 Hamburg

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